Sebastian Lechner

FINKA-Projekt im Neustädter Land

Unterwegs in meinem Wahlkreis: Wie können Insekten im Ackerbau gefördert werden?

Ohne das FINKA-Projekt Niedersachsen zur Förderung der Biodiversität von Insekten durch den Verzicht auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Insektiziden und Herbiziden wäre es wahrscheinlich nicht zur Zusammenarbeit von Torsten Kirchner und Jürgen Nülle gekommen. Seit 5 Jahren kooperieren die Landwirte als Betriebspaar eines ökologischen und eines konventionell aufgestellten Betriebes im Rahmen des Experiments: https://finka-projekt.de/.
 

Dafür verzichtet Jürgen Nülle auf bestimmten Teilflächen seines 95 ha großen konventionellen Hofes auf chemisch-synthetische Insektizide und stellt auf die mechanische Unkrautvernichtung um. Beratung und Unterstützung erhält er dabei von Torsten Kirchner, der seinen 150 ha großen Hof seit 2018 ökologisch bewirtschaftet. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet. Erste vorläufige Ergebnisse lassen positive Effekte auf die Insektenvielfalt und Ackerbegleitflora erkennen.

FINKA ist eine gute Möglichkeit für unsere landwirtschaftlichen Betriebe, die Artenvielfalt zu fördern, ohne den kompletten Betrieb umzustellen. Bestätigt die ausstehende wissenschaftliche Auswertung den günstigen Trend, sollte die landwirtschaftliche Förderpraxis an solche flexiblen Modelle besser angepasst werden. Denn am Ende müssen unsere bäuerlichen Familienbetriebe gut von ihren Erträgen leben können.